Derbybericht von einem tollen Tag!

Etwas verspätet aber doch darf ich von einem Spiel berichten bei dem es am Drum Herum in Kaltenberg an Nichts gefehlt hat. Der zuständige Drehbuchautor dieses Tages war wohl sehr gut aufgelegt, bis hin zu überschwänglich oder sogar etwas kitschig, würde man meinen, angesichts dessen was alles vorgefallen ist.

Bei herrlichem Wetter haben sich die Reservemannschaften der zwei Nachbarsvereine eine tolle und faire Schlacht geliefert. Letztendlich hieß es 6:2 für die Heimische SPG, die sich mit diesem Sieg den dritten Platz in der Tabelle sichern konnte. Nach mehreren Meisterjahren hintereinander ist dies ein weiterer toller Erfolg der jungen Truppe die mit 55 Punkten bei 115 geschossenen Toren wieder groß aufzeigen konnte. Gratulation an die Mannschaft deren Erfolge sich sehen lassen können.

Bevor es dann mit den Kampfmannschaften losging, wurden die Mannschaften der U9 und der U11 entsprechend geehrt. Die Burschen haben im Frühling gute Leistungen geboten. Vor einer guten Kulisse wurden sie dafür ausgiebig beklatscht.

Ein weiteres und äußerst emotionales Highlight war die Übergabe eines speziell für Jakob angefertigtes und durch Spendengelder finanziertes Fahrzeug mit dem er den neuen Matchball, gesponsert durch die Bezirksrundschau Freistadt, für die Partie auf den Platz bringen durfte. Die Spieler und Funktionäre der beiden Kontrahenten standen höchstpersönlich Spalier um Jakob anzufeuern. Eine wunderschöne Facette des Fußballs, die ich bis zu diesem Tag noch nicht miterleben durfte. Danke an die Spieler, Funktionäre, an die Bezirksrundschau und alle die mitgewirkt haben um diese schönen Momente gestalten zu können.

Danach wurde der Fußball gespielt. Anfangs noch etwas zögerlich und mit großem Respekt! Wollte doch niemand das prestigeträchtige 34. Derby vorzeitig gegen sich entschieden sehen. Erst nach und nach wurden Chancen kreiert. Einmal war es die SPG über den starken Daniel Steinbauer und das andere Mal war es der quirlige Lukas Berger die sich stark durchsetzen konnten und somit gute Chancen vorfanden. Einen Tick gefährlicher vielleicht die SPG! Die Gäste verstanden es aber immer wieder gut, Fehler der Heimischen auszunutzen und so wurde sogar das erste Tor erzielt, welches der Schiri aber wegen abseits aberkannt hatte. So ging es torlos in Hälfte zwei!

In der Halbzeitpause wurden dann die nächsten Nachwuchsmannschaften der SPG WKL geehrt. Diesmal waren es die U13 und die U16 die auf die Bühne gerufen wurden und für die tollen Leistungen beklatscht wurden. Gratulation an die Spieler und die Trainer.

Auch im Durchgang zwei lebte das Spiel von der Spannung! Die Mannschaften gingen konzentriert und entschlossen zu Werke und ließen wenig zu. Wenn sich dann doch Chancen auftaten hielten die Torleute was es zu halten gab. Besonders Jürgen Himmelbauer, der Hexer der Gäste schien schier unbezwingbar. Das Tor schien durch seine körperliche Präsenz und spielerische Klasse immer kleiner zu werden. Es dauerte bis zur Minute 93 ehe dann doch das Tor fallen sollte. Es war eine schöne Kombination über Michael Eckl zu Fabian Hackl welcher den Torschützen perfekt in Szene setzte. Johannes Hackl, der Haudegen war es, der sich den Ball perfekt mitnahm und trocken ins linke Unten einschob. Es war ein Tor das alle zum Jubeln einlud! Vor heimischer Kulisse, auf das legendäre Heimtor in Kaltenberg, in der 93igsten Minute und das beim letzten Spiel in der Saison beim Lokalderby gegen Unterweißenbach. Ich kann mir vorstellen, der Mann wird dieses Tor nimmermehr vergessen! Was dann kam war der Abpfiff und der kollektive Jubel auf der schönen Anlage in Kaltenberg. Bei „We are the Champions“ und Sekt waren alle mehr als glücklich über eine tolle Saison mit einem noch schöneren Abschluss. Die Zuschauer riss es von den Bänken und die Spieler hüpften im Chor. Viele Arme umschlangen sich und Bilder für die Ewigkeit wurden geschossen…

Nach der feierlichen Siegerehrung und der Übergabe, des extra durch Fallschirmspringer eingeflogenen Pokales, wurde entsprechend gefeiert. Kontrahenten wurden zu Freunden und ließen sich bis in die frühen Morgenstunden und auch länger hinreißen, die abgelaufene Saison ausgiebig Revue passieren zu lassen. Ein Akt der Freude wie man ihn selten erlebt, bei dem man aber unbedingt dabei gewesen sein sollte.